Manchmal fällt es mir schwer Entscheidungen zu treffen. Nicht bei so „gerinfügig“ einschneidenden Dingen wie: welche Stadt, welche Wohnung, welcher Mann? Solche Entscheidungen treffen sich für mich bisher irgendwie immer sehr einfach, denn wenn es nicht von der ersten Sekunde an „wums“ gemacht hat, wird es gar nicht erst in Betracht gezogen. Das sind so Dinge, die ich manchmal sogar schon liebe, bevor ich sie jemals gesehen habe. Klingt für viele sicher skurril, aber so war das mit Paris, mit Berlin…

Aber wir waren ja bei den Entscheidungen die nicht leicht fallen, und das sind jene, die keinen so großen Einfluss haben. Hat man seine festen Grundpfeiler, kann man mit dem Rest experimentieren. Ich muss mich nicht auf eine Art von Theater, Musik oder Kunst festlegen.
Bei einer Veranstaltung kann gerne auch mal was dabei sein, das man am selben Tag zweimal besucht hat, nämlich zum ersten und letzten Mal.
Es gibt so vieles, wieso sollte ich ohne es zu kennen, und probiert zu haben entscheiden, dass es schlecht ist.
Genau diese Einstellung macht es bei der Fülle der Angebote oftmals so schwierig sich überhaupt zu entscheiden.
So auch neulich, als die Entscheidung zwischen mal wieder ins Theater oder doch nur gemütlich essen gehen anstand.
Aus der Not heraus viel die Entscheidung auf die Kombination der Beiden.
Das alleine wäre aber langweilig, daher findet das ganze im Dunklen statt.

Plakat Nocti Vagus

Essen kann jeder, im Dunklen sieht das aber schon ganz anders aus

Berlin bietet schließlich alles und so gibt es nicht nur Dunkelrestaurants, sondern mit Nocti Vagus auch eines, welches nach einem leckeren 4 Gänge Menü auch noch ein Theater anbietet. Das Licht bleibt natürlich aus, daher sollte man es vielleicht eher als Hörspiel bezeichnen, denn es gibt ja nur Ohrenzeugen, auch wenn das vor Gericht keinen Bestand hätte, denn gesehen muss man es ja haben…
Das Programm ist nach großen Vorbildern wie Miss Marpel, Sherlock Holmes und Die Vögel entstanden und sollte jedes Krimiherz höher schlagen lassen.

essen

Wer kein verkannter Sherlock ist, kann sich auch für ein anderes Programm entscheiden. Egal ob einfaches Dinner im Dunkeln, mit Livemusik oder als Gruselshow, es sollte für jeden was dabei sein, und die Spannung wird alleine schon durch den Verzicht auf Licht garantiert.

Mit 39 bis 59 Euro ist auch der Preis angemessen, denn mit Theater und anschließendem Restaurantbesuch wäre man auch nicht günstiger dran.

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Foto:
www.noctivagus.com